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Der Einsatz von Hebesäcken beim Tauchen: HEBESÄCKE - NÜTZLICH, ABER NICHT HARMLOS

Hebesäcke sind ein Werkzeug, mit dem alle erfahreneren Taucher umzugehen wissen, doch trotz des Eindrucks, das sei "nur ein Ballon", birgt die Arbeit damit durchaus Risiken. In diesem Blog wollen wir Ihnen näherbringen, wie Sie Hebesäcke unter Wasser sicher und klug einsetzen.

Wie funktioniert ein Hebesack?

Ein Hebesack nutzt das Archimedische Prinzip, das besagt: "Ein in eine Flüssigkeit eingetauchter Körper verliert so viel an Gewicht wie das Gewicht der verdrängten Flüssigkeit." Mit anderen Worten: Ziel ist, dass die Menge des verdrängten Wassers (oder Meerwassers) größer ist als das Gesamtgewicht des Objekts, das Sie heben.

Die Auftriebsformel: FA = ρ × g × V. Dabei sind:

  • ρ (Dichte der Flüssigkeit),
  • g (Erdbeschleunigung),
  • V (Volumen der verdrängten Flüssigkeit).

Bei vielen Materialien, etwa Betonblöcken, verringert allein das Eintauchen ins Meer ihr Gewicht um fast die Hälfte, weil ihre Dichte nur wenig größer ist als die Dichte des Wassers.

Wie berechnet man den nötigen Auftrieb?

  • Messen Sie das Volumen des Objekts (in Litern).
  • Rechnen Sie das Volumen in Kilogramm um (1 L = 1 kg Wasser).
  • Ziehen Sie dieses "verlorene Gewicht" vom tatsächlichen Gewicht an Land ab.
  • Sie erhalten die tatsächlich nötige Auftriebskraft.
  • Daraus wissen Sie, welches Hebesackvolumen Sie brauchen.

Hinweis: Der Hebesack, den Sie haben, reicht vielleicht nicht aus, oder er ist zu groß, was noch gefährlicher ist.

Die 10-Prozent-Regel, Theorie und Praxis

Theoretisch sollte ein Hebesack 10% mehr Auftrieb haben als nötig, um ein plötzliches Auftauchen und den "Katapulteffekt" zu verhindern. In der Realität hat aber kaum jemand einen Hebesack mit 1675 Litern, wenn er genau 1523 braucht.

Deshalb bleibt diese Regel oft bloße Theorie. Im Einsatz sind Anpassung und Erfahrung entscheidend.

Was passiert beim Bergen?

Je flacher der Hebesack steigt, desto größer wird sein Volumen. Die Luft dehnt sich aus, der Auftrieb wächst, und der Gegenstand, den Sie heben, kann plötzlich "abheben", was sehr gefährlich ist. Taucht der Gegenstand explosionsartig auf, fällt er danach fast sicher wieder auf den Grund zurück.

Ein weiteres Problem ist die Haftkraft zwischen dem Objekt und dem Grund. Ein großer Betonblock auf Sand kann so starken Widerstand erzeugen, dass selbst 7 Tonnen Kraft nichts nützen, solange Sie den Block nicht untergraben oder ihn mit einem anderen Werkzeug (z. B. einer Mammutpumpe) in Bewegung bringen.

Sicherheit beim Befüllen des Hebesacks

Ein Hebesack wird immer aus einer separaten Tauchflasche befüllt, niemals aus Ihrer Hauptflasche!

Warum?

  • Ihnen könnte die Luft ausgehen.
  • Der Atemregler kann vereisen, was zu einem Freeflow oder einer Blockade führt.

Ideal ist das Befüllen direkt aus der Flasche (ohne Atemregler) und mit einem Schlauch mit geringerem Durchfluss. Atemregler nehmen bei dieser Verwendung oft Schaden, daher ist die direkte Methode sicherer und schneller.

Kontrolliertes Heben, leicht gesagt

Kleinere Objekte mit einem Hebesack zu heben, ist machbar. Größere, große oder sehr große? Schwierig. Da kommen komplexere Systeme mit mehreren Hebesäcken ins Spiel, mit im Voraus geplanten Schritten und viel Erfahrung.

Arten von Hebesäcken

1. Offene Hebesäcke

Am weitesten verbreitet, günstiger und in verschiedenen Größen erhältlich. Sie haben:

  • eine Kuppel zum Befüllen mit Luft
  • ein Ventil zum schnellen Ablassen
  • Ringe zum Befestigen
  • bei den größeren auch ein Ventil zum feinen Ablassen der Luft

Sie werden unterteilt in:

  • Tiefwasser-Hebesäcke (tropfenförmig, höher als breit)
  • Flachwasser-Hebesäcke (breiter als hoch, für Arbeiten in Häfen und Flachwasser)

Größere Modelle haben Verstärkungen und Gurte, damit sich die Kraft gleichmäßig verteilt, denn das Material der Kuppel verträgt keine große Belastung auf einem kleinen Punkt.

2. Geschlossene Hebesäcke

Hervorragend für den Einsatz im Inneren gesunkener Schiffe, sie lassen sich befestigen und präziser befüllen.

  • in Form einer "Wurst"
  • sie haben Schnellkupplungen und Druckventile
  • sie werden ausschließlich über geregelten Druck befüllt
  • sie sind deutlich teurer und komplexer im Gebrauch

Zum Schluss

Die Arbeit mit Hebesäcken ist kein Spiel. Mit der richtigen Vorbereitung, einer guten Berechnung, passender Ausrüstung und viel Aufmerksamkeit können sie ein äußerst nützliches Werkzeug sein. Gehen Sie aber leichtfertig damit um, werden sie sehr schnell zur Gefahr für Sie und Ihr Team.

Arbeiten Sie klug, nicht nur kräftig.


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